Dießener Tafel

Am 29.11.2006 öffnete die Dießener Tafel ihre Türen. Der Ortsverein Dießen der AWO übernahm erfreulicherweise die Trägerschaft. In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss – und dennoch herrscht bei vielen Menschen Mangel. Da sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet, sind immer mehr Leute auf Hilfe selbst bei den Grundbedürfnissen angewiesen. Niedrige Altersrenten, geringes Einkommen für Alleinerziehende, hohe Mieten für kleine Wohnungen, ständig steigende Strom-, Gas- und Heizölpreise verursachen diese Entwicklung.

Die Tafeln (siehe unten) bemühen sich um einen Ausgleich: Sie sammeln „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel und geben diese an Bedürftige weiter. Bei der Dießener Tafel beteiligen sich auf der Ammersee Westseite viele Einzelhandelsgeschäfte und Großmärkte großzügig, Sponsoren unterstützen uns und viele freiwillige Helfer arbeiten für die Dießener Tafel.

Durch die Zunahme von Menschen mit schmalem Geldbeutel sehen wir uns in unserer Arbeit bestätigt. In der Dießener Tafel ist jeder willkommen der Unterstützung benötigt. Warum einwandfreie Lebensmittel nicht verteilen anstatt zu entsorgen?

Unsere Spender, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter denken ebenso.

von links: Ingrid Ulrich und Ingrid Saemmer

Erntedankgaben für die Dießener Tafel



Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Dießen-Utting spendet für die Tafel

Es ist eine schöne Tradition in den christlichen Kirchen, am Erntedankfest an den Zusammenhang zwischen Mensch und Natur zu erinnern. Dafür werden am Ende der Erntezeit die Altäre mit den Gaben der Natur festlich geschmückt. Und dabei wird nicht nur Gott für die gute Ernte gedankt, sondern auch die Freude am Teilen vermittelt.

Bei Gottesdiensten in den evangelischen Kirchen in Utting und Dießen brachten große und kleine Gottesdienstbesucher reichliche Spenden für die Dießener Tafel zum Altar. So stapelten sich hier neben Obst und Gemüse vor allem länger haltbare Lebensmittel - verschiedenste Konserven, aber auch Nudeln, Reis, Mehl, und andere, die den Menschen mit kleinerem Geldbeutel in der Region zugute kommen sollten. So wird der Gedanke des Teilens und der Solidarität untereinander ins Hier und Heute gebracht.

Bereits zum vierten Mal wurde heuer die Dießener Tafel von der evangelischen Kirchengemeinde reich beschenkt. Die Tafelkunden waren überrascht von der Großzügigkeit ihrer Mitmenschen und freuten sich sehr über die Gaben. Gemeinsam mit allen ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern bedanken sie sich bei den Organisatoren, allen Helfern und den Spendern.

Ingrid Sämmer
Leiterin der Dießener Tafel

Kontakt:

Klosterhof 10
86911 Diessen

Ingrid Ulrich
Telefon: 08807 928086

oder jeden Mittwoch ab 14:30 bei der Nahrungsmittelausgabe in Dießen, Klosterhof 10

Wer – Wann – Wo

Wer:

Um Hilfe von der Dießener Tafel zu erhalten, muss die Bedürftigkeit nachgewiesen werden. Dazu brauchen wir Informationen über die Einkommenssituation und die in einem Haushalt lebenden Personen. Auch Menschen, die sich in einer vorübergehenden Notlage befinden können Kunden werden. Bitte wenden Sie sich dazu an unsere Frau Sämmer.

Nach der Prüfung erhalten Sie unseren Empfängerausweis der Dießener Tafel, der bei einer Lebensmittelausgabe vorgelegt werden muss. Die Bedürftigkeit müssen wir gelegentlich – üblicherweise einmal pro Jahr – überprüfen.

Wann:

Die Nahrungsmittelausgabe ist jeden Mittwoch von 14:30 bis 16:00 (nicht an Feiertagen!). Mengen und Art der Nahrungsmittel hängen weitgehend von unseren Sponsoren ab. In der Regel haben wir aber immer ausreichend und gut sortierte Waren, die wir gegen eine Pauschale von 1 Euro an unsere Kunden weitergeben können.


DIE TAFELN

Tafeln gibt es bundesweit, die nächsten sind in Weilheim (Weilheimer Tafel), Landsberg (Landsberger Tafel e.V.) oder Herrsching (Herrschinger Tafel). Tafeln sind gemeinnützige Organisationen, die überschüssige aber einwandfreie Lebensmittel einsammeln und an Bedürftige verteilen.

§2 Abs. II (3) der Satzung des Bundesverband Deutsche Tafel e.V.: „Die Tafelarbeit zeichnet sich aus durch Wertschätzung aller in Deutschland lebenden Menschen unabhängig von Nationalität, kultureller Herkunft, religiöser und politischer Überzeugung. Die Tafeln achten die demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“